Selbstmord eines Torhüters
Robert Enke, der heiße Kandidat als Torhüter der Deutschen Fußballnationalmannschaft, hat zum letzten Mal gehalten. Er hielt einen Zug an seiner Weiterfahrt auf. Die Fußballwelt trauert mit Recht an seinem Entschluß. Depressionen eines Menschen eignen sich nicht, um darüber Witze zu machen. Zum Suizid gehört eine Menge Mut, dennoch sollte der Kreis der unmittelbar damit verbundenen Personen möglichst eingegrenzt werden. Enke hat allerdings einen Unschuldigen mit hineingezogen, dessen Leben nicht mehr so sein wird, wie es bisher war. Der Lokführer sitzt nun daheim, liest und sieht Berichte über den Freitod des Torwarts und muss sich immer wieder sagen, dass er ihn überfahren hat, vielleicht denkt er des öfteren sogar, dass er ihn umgebracht hat. Wer kann schon wirklich in einen Menschen wie Robert Enke reinschauen oder seine Beweggründe verstehen, doch es gibt andere Möglichkeiten sich das Leben zu nehmen. Für seine Hinterbliebenen ist es bereits schwer genug, und was ist mit dem Lokführer? Bei aller Liebe zu Enkes Schaffen für seinen Verein und dem Nationalteam sollte dies nicht übergangen werden.
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